Der thermische Abbau von Polymeren entspricht einer Verschlechterung auf molekularer Ebene, beispielsweise durch (Über-)Hitze. Ein Polymerabbau ist normalerweise unerwünscht, da er mit dem Verlust von Eigenschaften im Endprodukt einhergeht. Einige der neu entwickelten Thermoplaste, die als reine oder verstärkte Hochleistungswerkstoffe eingesetzt werden, eignen sich für Hochtemperaturanwendungen, sind aber auch bei Compoundierungs- und Formgebungsprozessen hohen Temperaturen ausgesetzt. Daher reagieren sie sehr empfindlich auf die Verarbeitungsbedingungen und können einer thermischen Zersetzung unterliegen, bevor sie zum fertigen Produkt werden. Dies gilt beispielsweise für LCP (Liquid-Crystal Polymers). Einer der Schlüsselparameter bei der Verarbeitung dieser Art von Materialien ist deren Zersetzungszeit und Temperatur.