Zur Behandlung von Frakturen im metaphysären Bereich langer Röhrenknochen werden abgewinkelte orthopädische Fixationsgeräte oder Hüftkompressionsschrauben eingesetzt. Durch die Belastung entsteht eine Druckbiegebelastung am abgewinkelten Teil, deren Festigkeit und Steifigkeit von Forschern beim Vergleich von Materialien und Designs bewertet werden müssen. Chirurgen nutzen diese Informationen, um die Leistung und Lebensdauer über einen bestimmten Zeitraum oder Belastungsbereich vorherzusagen. Aus diesen Gründen muss die Prüfvorrichtung Druckbelastungen simulieren, denen der abgewinkelte Teil der Platte aufgrund des Körpergewichts ausgesetzt ist.
Die Tests basieren auf der Norm ASTM F384 – Standardspezifikationen und Testmethoden für metallisch abgewinkelte orthopädische Frakturfixationsgeräte. Bei statischen Tests wird eine rampenförmige Drucklast ausgeübt, bis sich die Fixierungsvorrichtung plastisch verformt oder eine eingestellte Durchbiegung erreicht wird. Ziel ist es, die statische Biegesteifigkeit der Platte zu ermitteln. Zur genauen Bewertung des Fixiergeräts sind Vierpunkt-Biege- und Ermüdungstests mit dem elektrischen dynamischen Testinstrument HST-EFT-A erforderlich. Die Vorrichtung ist für den Betrieb mit oder ohne Salzbad konzipiert und kann an eine Vielzahl von Probengrößen und -geometrien angepasst werden.